Privathaftpflichtversicherung – Schutz vor den finanziellen Folgen eines Missgeschicks

Fachlich geprüft von Torsten Schmidt

Über 30 Jahre Erfahrung in der Beratung von Privatkunden

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt.

Ein Fahrradfahrer wird übersehen.

Ein Kind beschädigt das Eigentum eines Nachbarn.

Beim Umzug fällt ein wertvoller Gegenstand zu Boden.

Oder aus einem kleinen Missgeschick entsteht ein Schaden mit erheblichen finanziellen Folgen.

Viele Menschen unterschätzen nicht die Wahrscheinlichkeit eines Schadens.

Sie unterschätzen die mögliche Schadenhöhe.

Genau deshalb gehört die Privathaftpflichtversicherung für mich seit über 30 Jahren zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt.


Was ich nach über 30 Jahren Versicherungsberatung gelernt habe

In meiner täglichen Beratung stelle ich immer wieder fest:

Die meisten Menschen achten bei ihrer Privathaftpflichtversicherung auf den Beitrag.

Dabei liegen die entscheidenden Unterschiede häufig in den Leistungen.

Viele ältere Verträge enthalten wichtige Bausteine nicht oder nur eingeschränkt.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Forderungsausfalldeckung
  • Schlüsselverlust
  • Gefälligkeitsschäden
  • Mietsachschäden
  • Schäden durch deliktunfähige Kinder

Im Schadenfall können genau diese Leistungen den Unterschied machen.

Deshalb empfehlen wir eine regelmäßige Überprüfung bestehender Verträge.

Dein Torsten Schmidt

Versicherungsexperte mit über 30 Jahren Erfahrung

Referent bei Jährlich über 50 Kunden- und Maklerseminaren


Warum eine Privathaftpflichtversicherung so wichtig ist

Wer einem anderen schuldhaft einen Schaden zufügt, haftet grundsätzlich mit seinem gesamten Vermögen.

Das betrifft nicht nur Sachschäden.

Besonders Personenschäden können hohe finanzielle Folgen haben.

Eine leistungsstarke Privathaftpflichtversicherung schützt vor diesen Risiken und übernimmt berechtigte Schadenersatzansprüche.

Gleichzeitig wehrt sie unberechtigte Forderungen ab.


Welche Schäden übernimmt die Privathaftpflichtversicherung?

Personenschäden

Personenschäden gehören zu den teuersten Schadenfällen überhaupt.

Bereits eine Verletzung mit langfristigen gesundheitlichen Folgen kann hohe Kosten verursachen.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Behandlungskosten
  • Verdienstausfälle
  • Rentenzahlungen
  • Schmerzensgeld

Sachschäden

Sachschäden entstehen, wenn fremdes Eigentum beschädigt wird.

Typische Beispiele sind:

  • beschädigte Möbel
  • zerstörte Elektronik
  • Wasserschäden
  • beschädigte Fahrzeuge

Vermögensschäden

Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn einer anderen Person ein finanzieller Nachteil entsteht, ohne dass ein Personen- oder Sachschaden vorliegt.

Auch solche Schäden können je nach Tarif abgesichert sein.


Echte und Unechte Vermögensschäden

Grundsätzlich wird zwischen echten und unechten Vermögensschäden unterschieden. Zu den unechten Vermögensschäden gehören beispielsweise die zu ersetzenden Folgeschäden aus Personenschäden und Sachschäden. Das können Einkommensverlust, Wertersatz oder auch Reparaturkosten sein. Ein sogenannter echter Vermögensschaden lässt sich weder auf einen Sach- noch auf einen Personenschaden zurückführen. So dass hier durch schuldhaftes Verhalten ein finanzieller Schaden entsteht.


Forderungsausfalldeckung – eine oft unterschätzte Leistung

Was passiert eigentlich, wenn Sie selbst geschädigt werden und der Verursacher den Schaden nicht bezahlen kann?

Genau hier greift die Forderungsausfalldeckung.

Sie gehört heute zu den wichtigsten Leistungsmerkmalen moderner Privathaftpflichtversicherungen.

Viele ältere Verträge enthalten diesen Schutz jedoch nicht.


Schlüsselverlust – kleine Ursache, hohe Kosten

Der Verlust eines fremden Schlüssels kann teuer werden.

Besonders bei Schließanlagen in Unternehmen, Wohnanlagen oder Bürogebäuden entstehen schnell Kosten von mehreren Tausend Euro.

Deshalb sollte geprüft werden, ob der bestehende Vertrag ausreichend Schutz bei privatem und beruflichem Schlüsselverlust bietet.


Privathaftpflichtversicherung – Sind meine Kinder mitversichert?

Grundsätzlich sind sind minderjährige Kinder mitversichert, die in Deinem Haushalt leben. Volljährige und unverheiratete Kinder sind ebenfalls beitragsfrei mitversichert, wenn sie in Ihrem Haushalt leben und noch zur Schule gehen. Sie ihren Grundwehrdienst oder ein freiwilliges soziales Jahr leisten, Sie sich in einer Erstausbildung oder einem Erststudium befinden, sie ein Betriebspraktikum bzw. Referendariat absolvieren. Sie sich in der Wartezeit auf einen Ausbildungsplatz/Wehrdienst oder das freiwillige soziale Jahr befinden.

Wichtig: Per Gesetz sind Kinder, die das siebte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nicht deliktfähig. Deshalb können sie für Schäden, die sie verursachen, nicht verantwortlich oder haftbar gemacht werden.


Deliktunfähige Kinder – wichtig für Familien

Verursacht Dein Kind unter 7 Jahren ( im Straßenverkehr unter 10 Jahren) einen Schaden) so haften meistens weder Du noch Dein Kind. Deine Privathaftpflicht ist dann auch nicht zur Leistung verpflichtet. Das kann aber Ärger geben mit Nachbarn oder Bekannten. Mit dem Einschluss für Deliktsunfähige Kinder sind die Schäden dann mitversichert.


Gefälligkeitsschäden – wenn Hilfe teuer werden kann

Sie helfen Freunden beim Umzug.

Sie unterstützen Nachbarn bei Renovierungsarbeiten.

Dabei wird versehentlich etwas beschädigt.

Nicht jede Privathaftpflichtversicherung übernimmt solche Schäden automatisch.

Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Vertragsbedingungen.


Mietsachschäden – wichtig für Mieter

Wer zur Miete wohnt, sollte prüfen, ob Schäden an gemieteten Räumen ausreichend abgesichert sind.

Beschädigungen an Türen, Böden oder sanitären Einrichtungen können schnell hohe Kosten verursachen.

Eine moderne Privathaftpflichtversicherung sollte deshalb einen umfassenden Schutz für Mietsachschäden enthalten.

Zum umfassenden Schutz des eigenen Haushalts gehört neben der Privathaftpflichtversicherung häufig auch eine Hausratversicherung.


Ehrenamtliche Tätigkeit

Ehrenamtliche Tätigkeiten, die Du freiwillig und ohne Bezahlung in einem Verein durchführst. Deine Privathaftpflicht zahlt mit diesem Baustein dann wenn Du während Deiner Tätigkeit einen Personen- oder Sachschaden verursachst.


Privathaftpflichtversicherung Schäden durch Internetnutzung

Schäden, die Du durch die Nutzung vom Internet oder durch elektronischen Austausch von Daten bei anderen Personen verursachst. Deine PHV übernimmt dann die Kosten für Schäden, die man in Europa geltend macht.


Bin ich in der Privathaftpflicht als Tierhalter abgesichert?

Du besitzt gezähmte Kleintiere oder haltest Bienen (nicht gewerblich)? Dann sind diese automatisch über Deine Privathaftpflichtversicherung versichert. Anders ist es, wenn Du einen oder mehrere Hunde, Pferde, Rinder oder wilde Tiere (auch gewerblich oder zu landwirtschaftlichen Zwecken) haltest oder hütest. Dann benötigst Du zusätzlich eine Tierhalterhaftpflichtversicherung.


Sind Drohnen in der Privathaftpflicht mitversichert?

In Deutschland darf man nicht ohne weiteres Drohnen steuern. Seit der Einführung der Drohnenverordnung ist ein festes Regelwerk definiert. Es legt klare Regeln fest, wo und wie Du Deine Drohne fliegen lassen darfst. Damit soll die Sicherheit im Luftraum erhöht und der Schutz der Privatsphäre gewährleistet werden.

Einige Beispiele für Schäden, die durch eine Drohnenhaftpflicht abgedeckt sind:

  • Beschädigung von Eigentum: Wenn eine Drohne bei einem Flug ein Gebäude, ein Auto oder ein anderes Eigentum beschädigt, kann die Drohnenhaftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen.
  • Verletzung von Personen: Wenn eine Drohne bei einem Flug eine Person verletzt, kann die Drohnenhaftpflichtversicherung für die medizinischen Kosten und Folgeschäden aufkommen.
  • Datenschutzverletzungen: Wenn eine Drohne unerwünscht Bilder oder Videos aufzeichnet, kann die Drohnenhaftpflichtversicherung für die daraus resultierenden Schäden aufkommen.
  • Überschreitung des Luftraums: Wenn eine Drohne den Luftraum eines Flughafens oder einer anderen geschützten Zone überschreitet, kann die Drohnenhaftpflichtversicherung für die daraus resultierenden Schäden aufkommen.

In günstigen Basis-Tarifen sind entweder nicht oder nur bis 250 g Drohnengewicht mitversichert. In den besseren Privathaftpflicht Tarifen sind Drohnen bis 5kg versichert. Schäden an der Drohne selbst sind nicht mitversichert.


Brauchen ich für die Nutzung einer Drohne einen Führerschein?

  • Drohnen, die weniger als zwei Kilogramm wiegen, unterliegen in Deutschland einer Kennzeichnungspflicht. Du brauchst dafür eine feuerfeste Plakette mit Deinem Namen und Deiner Adresse, die gut sichtbar an Deiner Drohne befestigt sein muss.
  • Bei Drohnen ab zwei Kilogramm müssen Piloten einen Kenntnisnachweis in Form eines Drohnenführerscheins haben. Das kann eine gültige Pilotenlizenz sein oder eine Prüfungsbescheinigung von einer vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle. Um dort eine Prüfung ablegen zu können, musst Du mindestens 16 Jahre alt sein. Für den Betrieb auf Modellflugplätzen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.
  • Bei schweren Drohnen ab 5 kg müsst Du als Pilot einer Erlaubnispflicht nachkommen und eine Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde vorlegen können.

Welche Flugverbotszonen gibt es für Drohnen?

Für Drohnen gibt es einige Flugverbotszonen. Unter anderem über Menschenansammlungen, Hauptverkehrswegen, Kraftwerken, Krankenhäusern, Behörden, Industrie- und Militäranlagen sowie militärischen Objekten darfst Du mit Deiner Drohne nicht fliegen. Auch über sensiblen Bereichen wie Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften sowie Naturschutzgebieten gilt ein Flugverbot für Drohnen.

Unbemannte Flugobjekte dürfen dürfen außerdem nicht über Wohngrundstücken geflogen werden, wenn Sie keine Einwilligung vom Grundstückseigentümer haben. Dort sind auch Drohnen, die mit akustischen, optischen oder Funksignalen ausgestattet sind, nicht erlaubt.

Beachte außerdem, dass Deine Drohne ab 100 m Flughöhe nur mit einer behördlichen Ausnahmeerlaubnis fliegen darf.


Praxisbeispiele aus dem Alltag

Wasserschaden in einer Mietwohnung

Beim Anschluss einer Waschmaschine tritt Wasser aus.

Mehrere Räume werden beschädigt.

Neben den eigenen Schäden entstehen Kosten beim Vermieter.

Aber deine Privathaftpflichtversicherung kann solche Ansprüche übernehmen.


Verlust eines Firmenschlüssels

Ein beruflich genutzter Schlüssel geht verloren.

Da die gesamte Schließanlage ausgetauscht werden muss, entstehen hohe Kosten bis 100.000 Euro

Je nach Tarif besteht hierfür Versicherungsschutz.


Fahrradunfall mit Personenschaden

Ein Zusammenstoß führt zu Verletzungen eines anderen Verkehrsteilnehmers.

Kommt gerade mit den E-Bikes immer öfters vor.

Neben Behandlungskosten können langfristige Schadenersatzforderungen entstehen.


Häufige Fehler bei Privathaftpflichtversicherungen

In unserer Beratung begegnen uns immer wieder dieselben Probleme:

  • veraltete Vertragsbedingungen
  • fehlende Forderungsausfalldeckung
  • unzureichender Schutz bei Schlüsselverlust
  • fehlende Absicherung von Gefälligkeitsschäden
  • zu geringe Versicherungssummen
  • unzureichende Familienabsicherung

Viele dieser Punkte lassen sich durch eine einfache Vertragsprüfung erkennen.


Für wen ist eine Privathaftpflichtversicherung sinnvoll?

Kurz gesagt:

Für nahezu jeden.

Ob Single, Paar, Familie, Eigentümer oder Mieter – ein Schaden kann jeden treffen.

Die finanziellen Folgen können erheblich sein.

Deshalb gehört die Privathaftpflichtversicherung seit vielen Jahren zu den wichtigsten privaten Absicherungen.

Die Privathaftpflichtversicherung schützt vor Schadenersatzansprüchen Dritter. Für die finanziellen Folgen eigener Unfallverletzungen kann dagegen eine Unfallversicherung


Warum Kunden ihre Privathaftpflichtversicherung regelmäßig prüfen lassen

Versicherungsbedingungen entwickeln sich weiter.

Neue Risiken kommen hinzu.

Leistungen werden erweitert.

Ein Vertrag, der vor zehn Jahren gut war, entspricht heute nicht automatisch dem aktuellen Marktstandard.

Deshalb empfehlen wir eine regelmäßige Überprüfung bestehender Policen.


Persönliche Empfehlung von Torsten Schmidt

Nach über 30 Jahren Erfahrung kann ich sagen:

Die Privathaftpflichtversicherung ist eine der wenigen Versicherungen, die praktisch jeder Mensch besitzen sollte.

Nicht weil Schäden täglich passieren.

Sondern weil ein einzelner Schadenfall finanzielle Folgen haben kann, die weit über das hinausgehen, was die meisten Menschen selbst tragen könnten.

Lass Deinen bestehenden Vertrag regelmäßig überprüfen.

Oft lassen sich Leistungslücken erkennen und schließen, bevor ein Schaden entsteht.

Wir prüfen Ihren aktuellen Versicherungsschutz transparent und unverbindlich.


FAQ

  1. Ist eine Privathaftpflichtversicherung Pflicht?
  2. Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
  3. Sind Kinder mitversichert?
  4. Was ist eine Forderungsausfalldeckung?
  5. Sind geliehene Sachen versichert?
  6. Was passiert bei Schlüsselverlust?
  7. Sind Mietsachschäden versichert?
  8. Sind Gefälligkeitsschäden versichert?
  9. Kann ich meine Privathaftpflicht wechseln?
  10. Wann sollte ich meinen Vertrag überprüfen lassen?

Hier Deinen Schutz individuell anpassen: kostenfreien Versicherungs-Check anfordern.